Schüleraustausch

Eine Reise nach Kaliningrad

Während der Projektwoche vom 06.10.-10.10.2014 besuchten wir, Alexandra Kirbs, Jasmin Greatz, Johannes Nehring und Jasmin Borisch, vier Schüler der 10. und 11. Klasse unsere Partnerschule Nummer 12 in Kaliningrad.

Mit unseren vorhandenen Russischkenntnissen versuchten wir uns zu verständigen. Das Wörterbuch war unserer ständiger Begleiter, damit wir uns auch in schwierigen Situationen austauschen konnten.

Schon in den Vorjahren fanden gegenseitige Besuche statt, um einen Einblick in den

jeweiligen Schul- und Lebensalltag zu bekommen und die Freundschaft zwischen Russland und Deutschland zu erhalten.

Nun war es mal wieder an der Zeit, dass wir unsere Partnerschule besuchten. Die

Kaliningrader Schule Nummer 12, sowie die Gastfamilien, gaben sich die größte Mühe, um die Woche aufregend und informativ zu gestalten. Bei einer Stadt mit 431.902 Einwohnern viel das gar nicht schwer.

Schon bei der Begrüßung wurden wir sehr herzlich von den russischen Schülern

aufgenommen. Sie erwarteten uns aufgeregt mit Brot und Salz. Dies ist eine alte russische Tradition, um Freundschaft und Verbundenheit auszudrücken. Außerdem empfing man uns mit einem abwechslungsreichen, musikalischen und tänzerischen Programm. Anschließend folgten kleine Kennlernspiele, durch die schnell das Eis brach und so für alle eine interessante und abwechslungsreiche Woche begann.

Kaliningrad ist ein Wirtschafts- und Kulturzentrum mit vielen Universitäten,

Forschungsstätten, Museen und Theatern. Sie liegt an der kurischen Nehrung, dem wohl schönsten Teil der Ostseeküste und ist für den Reichtum von Bernstein bekannt. Man findet ihn als Schmuck, Anhänger, Flaschenöffner und Zimmerschmuck. Somit blieb der Besuch des Bernsteinmuseums und anderen Museen nicht aus. Die nicht weit entfernte Ostsee war auch ein Tagesausflug wert, wo einige sogar bei frischen 12 Grad baden gingen.

Wir besuchten zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die alten Stadtmauern Kaliningrads und die Insel Kant. Sie erinnert an den damaligen deutschen Philosoph Immanuel Kant, welcher im Jahre 1804 in Königsberg starb und dort begraben wurde. Zum Gedenken an ihn, wurde auf dem Platz eine große Hauptkirche und Denkmäler errichtet.

Die Stadt gehörte bis zum Jahre 1945 zum deutschen Gebiet. Vor dieser Übernahme nannte sich die Stadt „Königsberg“. Viele alte Gebäude und Bürgerhäuser sind aus der damaligen Zeit noch gut erhalten.

Besonders aufmerksam wurde wir auf die gut gekleideten Einwohner. Mode spielt in

Russland eine wichtige Rolle, aufgrund dessen gibt es viele Shoppingcenter in Kaliningrad.

Auch die Schüler achten sehr auf ihr Äußeres und kommen sehr modebewusst in die Schule, wobei dort schwarz-weiße Schulkleidung vorgeschrieben ist.

Sehr interessant waren für uns natürlich auch die Lebenssituationen der Gastfamilien.

Oftmals leben mehrere Generationen auf engstem Raum, aber auch ein Haustier gehört in vielen Familien mit dazu.

Zusammenfassend können wir sagen, dass wir eine sehr interessante Woche erlebten und viele neue Eindrücke mitnehmen konnten. Dies haben wir vor allem den russischen Schülern und ihren Familien und ihrer Gastfreundschaft zu verdanken.

Auch wenn nur mit wenigen oder vielen russisch Kenntnissen, jeder einzelne hat etwas dazu gelernt, ob in der Sprache oder im Leben.

Auslandsstipendium

Die Internetseite Ausland.org ist ein unabhängiges Expertenportal zum Thema Freiwilligendienste im Ausland. Seit mehreren Jahren informiert sie Jugendliche über die Möglichkeiten des sozialen Engagements im Ausland.

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